Möbelkunst

„Kommödle“


Kommode um 1925, mit typischen Elementen des Art Deco. Alles entlackt, restauriert und eierschalfarben lackiert.
Bei den Abstellflächen die darunter-liegenden Farbschichten so belassen, angeschliffen und mit Klarlack konserviert.

Stuhlpaar „Hain“


Stühle um 1920. Demontiert, teilweise abgeschliffen und neu verleimt. Bei einem die Sitzfläche neu aus durchbrochenem und lackiertem Multiplex. Beim anderen wurde das Linoleum entfernt, frei bearbeitet und ebenfalls lackiert. Bei beiden Stühlen die Beine mit dekorativen Klötzchen verlängert.

„Quadra-Tisch“, um 1925.


Mit einem Mittelfuß aus Buchenholz.
Die abgeschrägte Basis mit graugrünem Linoleum versehen, original belassen. Die Tischplatte wurde komplett erneuert, mit zurechtgesägten Buchenhölzern eines gefundenen Lattenrostes. Diese wurden in verschieden breiter Fischgrät-Manier aufgeleimt. Dann orangefarben gebeizt, versiegelt und gewachst.

„Der gefundene Prinz“


Freischwingender Stahlrohrstuhl um 1980. Fundort Prinzenstraße, Berlin 2015.

Polsterung neu, mit verschiedenen Möbelstoffen und alten Hölzern einer Transportkiste mit Gefahrguthinweisen. Rückseitig Angleichung mit Eisenblechen an die Stahlrohroptik.

„Leibniz Royal“


Wohnzimmersessel um 1930. Fundort Leibnizstraße, Berlin 2015.

Neuinterpretation der barocki-sierenden Anmutung in Form und Farbe, und Entkernung des Sessels zugunsten einer Transparenz nur mit Stuhlgurten.

Küche „Peggau-Fleischer“


Schubladenelemente, ausziehbare Lade unter der Spüle und Oberschränke aus lasiertem Multiplex.

Griffe und Schiebetüren unter Verwendung von alten, lackierten und zugesägten Türzargenhölzern. Arbeitsfläche gespachtelter und versiegelter Beton.

Türe „Aierstock“


Flügeltüre aus der Berliner Gründerzeit.

Komplett entlackt, verlängert, neu eingepasst und mit Originalschlössern und Türklinken versehen. Anschließend weiß lackiert, wobei um die Kassettenfelder herum nur lasiert wurde.

„Brörle“


Ikea Stuhl „Bror“ um 2000. Das ursprüngliche Rattangeflecht komplett entfernt und eine neue Sitzfläche aus Multiplex gefertigt. Kombiniert mit einem Brett das als Unterlage fürs Streichen gedient hatte. Dieses ebenfalls in Streifen gesägt, geschliffen auf den Stuhlrahmen geleimt. Anschließend transparent und die Beine schwarz lackiert.

„Servierwagen 21/5“


Wiedernutzbarmachung eines defekten Werkstattwagens.
Die Arbeitsflächen komplett erneuert. Versehen mit einem Intarsienwerk aus verschiedenfarbigen Hölzern, Teile eines
gebrauchten Brettes, bemalt, motivisch besprüht und versiegelt.

„Orangener René“


Gründerzeitstuhl um 1890. Das defekte Flechtwerk entfernt und durch eine solide Sitzfläche aus Buchenholz ersetzt. Diese gefräst und gebohrt, in Anlehnung an die vorherige Anmutung. Die Kanten wurden stark abgerundet, die Linien grün lackiert, der Rest orangefarben gebeizt und gewachst.

„Hinkebein“


Seriell gefertigter Stapelstuhl mit fehlendem Bein. Ein neues Bein aus einem Holzstab und vielen amorphen Kugeln, gefertigt aus Eiche, Linde, Buche. Alle geraspelt und geschliffen, verschiedenfarbig gebeizt, lackiert, naturbelassen und versiegelt. Sitzfläche weiß lackiert und mit einem Loch, in Anlehnung an die Stuhlform, versehen.

„Sitzfried “


Terrassenstuhl aus lackiertem Eisenrohr um 1980. Nach der Demontage der defekten Sitzfläche wurden die leicht gebogenen Buchenleisten eines gefundenen Lattenrostes aneinandergeleimt, gehobelt und schließlich mit einer Fräsung versehen. Diese sind dann in verschiedenen Farben lackiert , der Rest der Sitzfläche wurde geölt und gewachst.

„Eicheldreher“


Kleines Beistelltischchen der 1980er Jahre. Die Glasplatte ersetzt durch ein neuverleimtes Stäbchenparkett aus Eiche. Dieses in einer freien Form gesägt, geschliffen und mit Hartöl versiegelt.

Am Anfang steht das Gespräch.

© Michael Hess 2019